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Nanga-Parbat-Expedition 2004

Nanga Parbat Rupal Face

15.06.2004     Aufstieg ins Lager 3

Der Tag beginnt im Basislager einem trüben Novembertag in Deutschland nicht unähnlich mit einem zähen, grauen Brei aus Wolken, die das gesamte Diamirtal ausfüllen. Ab und zu fallen ein paar schwere Regentropfen aufs Nebelnasse Zeltdach und die Motivation, den kuschlig-warmen Yeti-Schlafsack zu verlassen, liegt irgendwo im einstelligen Prozentbereich. Schließlich ruft jedoch die Pflicht und pünktlich 8 Uhr meldet sich Lager 2 per Funk von irgendwo aus, nein über den Wolken! Gerade beginnt sich der Nebel dort zu lichten und schon wenige Minuten später schauen Jörg, Jens und Günter unter strahlend blauem Himmel über die Wolkendecke. Bei solcherart Wetterentwicklung gibt es natürlich kein Zögern mehr und so brechen sie gegen 8.30 Uhr auf in Richtung Lager 3. Im Basislager dauert es etwas länger, ehe sich die Wolken verziehen und gegen Mittag dann auch erste Sonnenstrahlen hervorkommen. Durch unser großes Fernrohr vor dem Mannschaftszelt sind trotzdem nur ab und zu durch eine Wolkenlücke die drei Aufsteigenden, Jens, Günter und Jörg, als winzige Gestalten zu erkennen. Offensichtlich fällt das Vorankommen entlang der Fixseile schwer, denn sie sind langsamer als gehofft. Erst später erzählen sie am Funkgerät, daß die gesamten Seile ca. 5 cm tief ins Eis eingeschmolzen und festgefroren waren und sie sich so mühsam hinauf pickeln mußten. Etwa 14.00 Uhr erreichen sie nach ziemlichen Anstrengungen das Lager 3 in 6500m Höhe. Im Basecamp lockt der vom Wetter her recht freundliche Nachmittag indessen zu einigen Verrichtungen. So legt Markus einen Haushaltstag ein und wäscht im eisigen Bachwasser eine Stunde lang Wäsche (nicht nur, daß man anschließend wieder saubere Sachen hat - ein besseres Training für die anschließend eiskalten Finger gibt es kaum!) Christian beschäftigt sich mit diversen Reparaturen und unterhält unseren Verbindungsoffizier Arif, dem das faule (und gut bezahlte) Basislagerleben ausgezeichnet zu gefallen scheint. Während Jörg, Günter und Jens es sich im Lager 3 mit Abendessen aus der Tüte gutgehen lassen, wirft Jehangir heute all seine Kochkünste in die Waagschale, denn wir haben die einzigen beiden gerade im Basislager anwesenden Teilnehmer der gemischt-deutschen Expedition zum Abendessen eingeladen. Der Amerikaner Chris und der bekannte Bergfilmer Gerhard Baur sind sehr interessante und nette Gesprächspartner und so zieht sich die spannende Unterhaltung ganz schön in die Länge, ehe dann recht spät im Basislager die Lichter ausgehen...


Markus Walter
Basecamp, 16.06.2004

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