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Nanga-Parbat-Expedition 2004

03.06.2004
Aufstieg bis 5600 Meter
Bereits um 3.45 Uhr piepst bei Christian und Jörg der Wecker und schon 4.00 Uhr sitzen sie bei deutlichen Minusgraden dick eingepackt am Frühstückstisch. Tee, Kaffee und ein Riesenpott süßer Haferschleim machen jedoch schnell warm und munter. 4.30 Uhr starten Jörg und Christian vom Basislager aus mit nicht all zu schweren Rucksäcken, denn sie wollen vor allem schnell sein. Im Gepäck ist Jörgs Hochlagerausrüstung (Isomatte, Schlafsack, Trinkgefäß, Klamotten usw.) und drei 50-Meter-Seile. Punkt 7 Uhr, genau als sich Günter und Markus im Basecamp aus den Schlafsäcken schälen, erreicht Christian das Lager 1. Eine Viertelstunde später - Günter und Markus kämpfen gerade mit ihrer Riesenportion Haferbrei - ist auch Jörg im Lager 1. Nach kurzer Rast und Umpacken startet Christian schon 7.40 Uhr wieder weiter nach oben. Jörg folgt kurz darauf 8 Uhr, genau als zur vereinbarten Funkzeit Christian den Stand der Dinge ins Basislager durchgibt. Günter und Markus lassen sich Zeit und packen in aller Ruhe ihre Rucksäcke. Bei ihnen kommt es heute weniger auf Schnelligkeit an, als vielmehr darauf, möglichst viel Ausrüstung und Verpflegung ins Lager 1 zu schaffen. Entsprechend schwer sind die Rucksäcke auch, als sie 9 ihr aufbrechen. Ein Zelt für Lager 2, ein weiteres Seil, zwei Dutzend Zelthäringe, Essen für bestimmt eine ganze Woche, weitere Isomatten und Günters komplette Hochlagerausrüstung bringen es zusammen auf eine stattliche Kilozahl. Markus nutzt die seltene Gelegenheit des Aufstiegs im vollen Sonnenschein, um eine ganze Reihe Fotos unterwegs zu machen. 11.55, genau rechtzeitig vor der für Mittags vereinbarten Funkzeit, kommen Günter und Markus im Lager an. Punkt 12 Uhr meldet sich Christian aus 5600m Höhe Gemeinsam mit 2 Österreichern und vier Teilnehmern der Deutschen Expedition haben sie einige hundert Meter Seile und Befestigungsmaterial hinauf transportiert und ein weiteres Stück fixiert. Nun stecken sie mitten in einer dichten Wolke und zudem ist es Zeit, umzukehren. Zu Jens und Carsten in Kuth Gali, dem letzten Camp vor dem Basislager, kommt leider kein Funkkontakt zustande. So werden wir wohl erst zur 18-Uhr-Funkzeit erfahren, ob sie heute ins Basislager gehen oder lieber doch noch einen Ruhetag einlegen. 13.30 Uhr treffen Jörg und Christian von oben kommend im Lager 1 ein, wo schon eine leckere KOMET-Erdbeerkaltschale als erste Erfrischung bereitsteht. Hungrig und durstig stürzen sie sich anschließend auch auf Tee, Kekse und Schokolade. Den Rest des Nachmittags, der teils sonnig, teils bewölkt ist, verbringen alle im Lager 1 mit Dösen, Schlafen, einfach in der Sonne sitzen und ab und zu dem Abfüllen des in unseren Schmelzvorrichtungen geschmolzenen Wassers. Zum abendlichen Funkspruch 18 Uhr kommt aus dem Basislager noch die ersehnte Nachricht, daß Carsten und Jens 15 Uhr im Basecamp eingetroffen sind, nachdem sie am Morgen noch unternehmungslustig die Sportklettermöglichkeiten in der Umgebung des Camps Kuth Gali erkundet haben. Nun, da wir also alle am Berg versammelt sind, soll es mit vereinten Kräften vorwärts gehen. Für morgen steht mit der geplanten Errichtung des Lagers 2 gleich die nächste wichtige Etappe auf dem Programm...
Markus Walter
Lager 1, 03.06.04
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