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Nanga-Parbat-Expedition 2004

07.07.2004
Große Materialräum- und Trocknungsaktion
Der Morgen begrüßt uns wolkenlos und klar wie selten. Mit dem Fernrohr suchen wir deshalb heute noch mal die ganze Gipfelregion nach irgend einem Zeichen von Günter ab - doch vergebens - die Dimensionen sind auch einfach zu gewaltig... Wir nutzen das schöne Wetter, um unser komplettes Hochlagermaterial zu trocknen und zu reparieren. Zelte werden aufgebaut, in der Sonne getrocknet, geklebt und repariert, Seile gewickelt, Kletterausrüstung verstaut und überhaupt alles so langsam zusammengepackt, denn auch wir werden in den nächsten Tagen dem Basislager den Rücken kehren. Während Jens so langsam wieder zu Kräften kommt, hat Markus noch immer starke Schmerzen in seinen Prellungen, Verstauchungen und Schürfwunden. Der ganze Rücken ist verspannt und behindert jede Bewegung. Deshalb setzt Jörg nun seine Fähigkeiten als Masseur und Physiotherapeut ein und läßt Markus eine zwar improvisierte, aber durchaus sehr wirksame Behandlung angedeihen. Zunächst werden die Muskeln durch eine Packung aus heißen Handtüchern schön durchgewärmt und etwas gelockert, dann folgt eine umfangreiche Massage. Danach fühlt sich Markus schon deutlich besser und kann Bewegungen machen, die vorher unmöglich waren, Zwar sind die Rückenschmerzen nicht verschwunden, doch die Behandlung geht genau in die richtige Richtung. Auch die anderen Blessuren heilen mehr und mehr ab... Für den Nachmittag laden uns die Österreicher zum Kaffee trinken ein. Ihr Koch hat extra so eine Art Apfelkuchen gebacken. Doch auch wir lassen uns nicht lumpen und bringen den letzten Dresdner Mandelstollen aus unserem Vorrat mit. Die gemütliche Runde bei den Österreichern hat neben der Verabschiedung auch den Zweck, die angesichts der teilweise etwas überstürzten Rettungsaktion entstandenen Meinungsverschiedenheiten auszuräumen. Natürlich läßt sich so eine komplizierte und impulsiv entstandene Situation nicht nachträglich bis ins letzte Detail exakt analysieren, doch alle sprechen sich offen aus und es werden auch Fehler eingeräumt. Und das sicher wichtigste: inzwischen haben die Österreicher auch wieder Mut zu einem eigenen Gipfelversuch gefaßt und schauen optimistisch in die Welt, deren Lauf sich nun mal weiter dreht. Wir wünschen ihnen also viel Glück und vor allem gesunde Rückkehr und noch am späten Nachmittag verabschieden sich die ersten von ihnen in Richtung Lager 1...
Markus Walter
Basecamp, 09.07.2004
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