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Nanga-Parbat-Expedition 2004

07.07.2004
Erklärung zum Tod von Günter Jung
Bezugnehmend auf ein am 7. Juli in der DNN abgedrucktes Interview "Nanga-Parbat-Drama: Expeditionsleiter schließt Freitod Günter Jungs nicht aus" möchte ich hiermit folgendes erklären:
Beim Absturz von Günter Jung handelte es sich in jedem Fall um einen tragischen Unfall. Ein Selbstmord ist definitiv ausgeschlossen.
Günter sah in der Besteigung des Nanga Parbat den absoluten Höhepunkt seiner Bergsteigerlaufbahn und war bereit, dafür sehr viel zu riskieren. Das bedeutet aber keinesfalls, daß er sich vorsätzlich in Lebensgefahr gebracht hat bzw. gar sein Leben bewußt im Moment seines großen persönlichen Triumphes beendet hat. Dies ist absolut ausgeschlossen!! Für die Beurteilung der Geschehnisse in der tragischen Nacht zum 1.7. muß man berücksichtigen, daß die Klarheit der Gedanken bei jedem Bergsteiger sowohl durch den Sauerstoffmangel in der großen Höhe, als auch in diesem Fall zusätzlich in Folge einer Unterkühlung zeitweise getrübt sein kann. Nur so ist es zu erklären, daß der entkräftete und unterkühlte Günter entgegen der Absprache erneut mit dem gesteuerten Abrutschen begann und der dringenden Aufforderung von Markus, sofort zu Bremsen nicht Folge leistete. Günter ist sicher der Meinung gewesen, so schneller das schützende Zelt in Lager 4 erreichen zu können. Das war ein tragischer Irrtum, aber definitiv kein Selbstmord!
Expeditionsleiter Christian Walter
Basislager, am 7. Juli 2004
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