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Nanga-Parbat-Expedition 2004

Nanga Parbat Rupal Face

02.07.2004     Der ausführliche Gipfelbericht (Teil 3 - Der Abstieg ist noch nicht zu Ende...)

Gegen 7 Uhr beginnt es sich im Lager 4 auf 7100m Höhe zu regen:
Christian und Jörg und im Nachbarzelt auch die Österreicher beginnen mit dem Schneeschmelzen und Kochen. Die Nacht war für alle nicht sonderlich erholsam und so dauert alles seine Zeit. Besonders Markus spürt nun auch die Verletzungen, die er sich bei seinem Absturz auf der Suche nach Günter zugezogen hat: Prellungen, Blutergüsse, Schürfwunden - der ganze Körper schmerzt. Da spielt es fast keine Rolle, daß auch die ungeschützten Ohren ein paar leichte Erfrierungen abbekommen haben. Jens, der mit Jörg das Zelt teilt, ist noch immer sehr erschöpft und schwach. So konzentrieren wir alle Bemühungen darauf, zunächst ihn sicher hinunter ins Lager 3 zu bringen. Gegen 10 Uhr brechen wir auf. Jörg soll gemeinsam mit den fast zeitgleich startenden Österreichern vorangehen. Markus und Christian nehmen Jens in die Mitte und kommen langsamer nach. Jens ist extrem langsam, doch es besteht ja auch nicht zwingend große Eile und so lassen sich die beiden Walter-Brüder mit ihm Zeit. Bald erreichen sie den Einstieg in die teils mit Fixseilen versehene Querung. Markus geht voran und Christian läßt Jens am Seil ab. Für die eigentliche Querung brauchen sie sehr lange, da Jens hier zwingend jeden Schritt selber machen muß. Inzwischen hat es sich zugezogen und zu schneien begonnen. Markus muß manchmal ganz schön suchen, um die Seile im Neuschnee zu finden. Jörg und die beiden Österreicher haben inzwischen fast 2 Stunden Vorsprung und ihre Spuren sind schnell komplett zugeschneit. Die Orientierung wird schwieriger, doch Christian und Markus haben sich die Gegend vom Aufstieg her gut eingeprägt und haben keine Probleme, den sicheren Rückweg ins Lager zu finden. Jens braucht nur immer längere Erholungspausen, doch es ist noch lange genug hell, so daß es auf eine halbe Stunde nicht ankommt. Erst 19.30 Uhr erreichen die drei das Lager 3 (6500m), wo Jörg und die Österreicher schon in den Zelten sitzen und kochen. Jens kriecht zu Jörg ins Zelt und wird dort bestens versorgt. Christian und Markus kriechen zusammen in ein anderes Zelt der Österreichischen "Edelweiss-Expedition", nachdem sie per Funk um Erlaubnis gefragt haben, So sparen sie sich das erneute Auf- und Abbauen eines eigenen Zeltes und damit einiges an Zeit. Die Österreicher sind im Moment ohnehin nicht da und haben das Zelt nur bis obenhin mit Ausrüstung vollgestopft. Es ist gar nicht so einfach, noch zu zweit darin Platz zu finden. Doch für eine Nacht geht es schon mal und so machen Christian und Markus es sich so gut es geht gemütlich. Gekocht wird heute nicht besonders lange, denn alle sind müde und erschöpft und so gehen schon 21 Uhr alle Lichter aus...

Markus Walter
Basecamp, 07.07.2004

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