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Nanga-Parbat-Expedition 2004

12.06.2004
Errichtung von Lager 3
Wärmende Sonnenstrahlen locken uns aus den Zelten. Schon drängeln sich die Ersten am Fernrohr vor unserem Mannschaftszelt. Und siehe da, die ersten Bergsteiger haben die Felspartie über Lager zwei hinter sich gelassen und steigen - Schritt drei Atemzüge - Schritt drei Atemzüge - Meter für Meter in die Höhe. Vom Basislager aus scheint es, als müßten die Bergsteiger oben nach Überwindung einer großen Eisplatte durch bis zu hüfttiefen Schnee stapfen, doch dies erwies sich glücklicherweise als Fehlannahme. Gegen Mittag verschwinden sie, einer nach dem anderen in einem, von hier unten wie ein riesiges Gletschermaul aussehenden Eisbruch in etwa 6700 m Höhe um hier das so wichtige Lager drei in geschützter Umgebung aufbauen zu können. Christian und Markus berichten entspannt von oben. Offensichtlich verlief alles nach Plan. Eine große Hilfe leistete sicher das recht gute Wetter. Wenngleich ihnen oben in Lager zwei das Aufstehen heute Morgen nach sternklarer Nacht recht schwer gefallen sein dürfte. Schon von der letzten Nacht ereilten uns Berichte von bitterer Kälte. Bei all den Fortschritten am Berg fällt es uns hier im Basislager mehr als schwer die notwendigen Ruhetage einzuhalten. Aber noch haben wir nicht vergessen, wie mühsam jeder Schritt auf Lager zwei fiel. Wir werden uns also noch etwas gedulden, bis auch wir in Richtung Lager drei aufbrechen. Solange werden wir noch die heute fast ungeheuerlich wirkende Ruhe im Basislager genießen. Immerhin wurde die Ruhe durch ein wichtiges Ereignis unterbrochen. Wir haben für zwei bis drei Tage Gas erhalten. Das rettet uns zwar nicht, hilft aber erst mal haushalten. Der Abend senkt sich ins Tal. Während wir uns im Basislager schon wieder einer nach dem anderen in dicke Jacken hüllen, können unsere Freunde oben noch lange die wärmenden Sonnenstrahlen genießen. Sie haben sie vorab verdient. Denn eine lange, kalte Nacht wird ihnen bevor stehen.
Jens Triebel
Basecamp, 12.06.2004
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