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Nanga-Parbat-Expedition 2004

Nanga Parbat Rupal Face

10.06.2004     Arbeitstag im Lager 2

Als der neue Morgen anbricht, hat sich alles verändert: gestern noch dichtes Schneetreiben und kaum 100m Sicht, heute strahlender Sonnenschein und ein Tag, der wunderschön zu werden verspricht. Kurz nach 7 Uhr als die Sonne das Basecamp wach küßt, liegt hier auf 4200m Höhe eine dichte Schneedecke von etwa 15 cm. Gegen 8 Uhr, als der erste Funkkontakt mit Lager 2 zustande kommt, ist der Schnee im Basecamp schon auf 5 cm zusammengeschmolzen. Eine weitere Stunde später ist er bis auf ein paar Schattenecken spurlos verschwunden... So schnell geht es mit der Schneeschmelze im Lager 2, wo auch die Sonne erst 8.30 Uhr hinkommt, natürlich nicht. Außerdem hat es dort gestern auch gleich die doppelte Menge Neuschnee gegeben und 30 cm müssen sich erst einmal setzen... Jörg, Jens und Günter, die die Nacht einigermaßen gut verbracht haben, beginnen nach dem Frühstück im Lager 2 mit dem Schaufeln und Hacken für eine zweite Zeltplattform, die wir schon bald hier benötigen werden. Christian und Markus, die indessen im Basecamp ihre Rucksäcke für den Aufstieg ins Lager 1 packen, wissen aus eigener Erfahrung, wie mühsam der Lagerbau hier auf 6000m ist, denn unter der dicken Lockerschneeschicht kommt glashartes Blankeis, welches intensiven Pickeleinsatz erfordert, ehe eine halbwegs ebene Liegefläche geschaffen ist. Zwei Stunden haben Christian und Markus damals an der ersten Plattform gehackt, auf der jetzt das Zelt steht. Zu dritt wird es sicher sogar noch länger dauern, denn die zur Verfügung stehenden Plätze haben immer schlechtere Voraussetzungen. Im Basecamp werden inzwischen taktische Varianten beraten. Sicher ist es clever, erst nach dem Mittagessen ins Lager 1 aufzubrechen, damit sich der Neuschnee auf dem Weg schon gut gesetzt hat. Zu spät darf man jedoch auch nicht starten, um noch genügend Sonne im Lager oben zu haben, die man zum Schnee schmelzen und Sachen trocknen braucht. Der Abmarsch wird also auf 13 Uhr festgesetzt. Zur Funkzeit 12 Uhr meldet sich Jens aus Lager 2. Der Plattformbau erweist sich als noch mühseliger als befürchtet und so sind sie alle drei noch am Hacken und Schaufeln. Jens und Jörg werden am Nachmittag noch bis ins Basislager absteigen, während Günter im Lager 2 oben bleibt und morgen zusammen mit Teilnehmern der anderen beiden Expeditionen versuchen will, erstmals bis Lager 3 zu gelangen und an einigen steilen Passagen unterwegs die mitgebrachten Fixseile zu installieren. Laut Wetterbericht soll das Wetter bis mindestens Sonntag ganz gut bleiben - wir sind also sehr optimistisch. in dieser Phase das Lager 3 zu errichten und damit vielleicht schon alles für den Gipfelsturm vorzubereiten.



Markus Walter
Basecamp, 10.06.04

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