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Mount Everest (8848m)

Informationsseite über den höchsten Berg der Erde
anläßlich des 50jährigen Jubiläums der Erstbesteigung


Der Mount Everest (Mitte) im Abendlicht

Am 29. Mai 2003 jährt sich die erste Besteigung des höchsten Berges der Erde zum fünfzigsten Mal. Der 8848m hohe Mount Everest - oder, wie er in der Sprache der Anrainerstaaten richtig heißt, "Sagarmatha" (nepalesisch) bzw. "Chomolungma" (tibetisch) wurde am 29. Mai 1953 im Rahmen einer britischen Expedition erstmals bestiegen. Auf dem Gipfel standen damals der dadurch weltberühmt gewordene neuseeländische Bienenzüchter Edmund Hillary sowie der Sherpa Tenzing Norgay.
Bis zur ersten Besteigung des "Dritten Pols", des höchsten Berges unseres Planeten, waren zahlreiche Versuche erforderlich, bei denen sich ebsonders britische Bergsteiger quasi als Pioniere des Himalaya-Bergsteigens hervortaten. Eng verknüpft mit der Besteigungsgeschichte des Mount Everest sind die berühmten Namen der Abenteurer George Leigh Mallory, Sir John Hunt und zahlreicher anderer englischer Alpinisten aus dem Zeitalter des sogenannten "Eroberungsalpinismus".
Den Namen Mount Everest erhielt der Berg nach dem Leiter der indischen Landesvermessung von 1928 bis 1845, Sir George Everest, in dessen Dienstära die "Entdeckung und erste Vermessung des höchsten Berges der Erde im Jahre 1933 fiel. Erst viel später, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wurden der einheimische tibetische Name des Berges bekannt, der soviel wie "Göttinmutter der Erde" bedeutet.

Aus Anlass des 50jährigen Erstbesteigungs-Jubiläums gibt und gab es weltweit zahlreiche Aktionen, Events, Veranstaltungen und Ausstellungen, von denen in Deutschland zwei besonders erwähnt seien:

Detectives on Everest

Die Funde der Mallory- & Irvine-Suchexpedition 2001

Vor 50 Jahren bezwangen Edmund Hillary und Tenzing Norgay als Erste den Mount Everest. Aber waren sie wirklich die Ersten? Bereits 29 Jahre früher haben Mallory und Irvine die Besteigung versucht - 300 Meter unterhalb des Gipfels wurden sie zum letzten Mal gesehen. Mit ihrem Verschwinden verbindet sich das größte Rätsel in der Geschichte des Bergsteigens. Im Mai 1999 sorgte eine Suchexpedition für weltweite Schlagzeilen, als sie in der Nordflanke des Mount Everest den mumifizierten Leichnam Mallorys entdeckte. 2001 kehrt die Expedition zum Everest zurück. Sie entdeckte weitere Spuren der Pioniere - und sie stieß in China auf die bislang heißeste Spur im Fall Mallory und Irvine.

Die Ausstellung zu diesem Thema ist eine eindrucksvolle Zeitreise durch die Geschichte der frühen Everest-Expeditionen. Einzigartige Fundstücke erzählen von Abenteuern, Triumphen und Tragödien aus der Frühzeit des Himalaya-Bergsteigens. Filme und Fotografien der frühen Expeditionen zeigen das ursprüngliche Tibet vor der chinesischen Besatzung, die damals unerforschten Gipfel und Gletscher des Everest sowie das abenteuerliche Leben der Forschungsreisenden.

Öffnungszeiten: Mo-So 10-18 Uhr

Die Ausstellung befindet sich in 10117 Berlin-Mitte (hinter dem Zeughaus, 100 m nördlich von "Unter den Linden") und ist geöffnet Montag bis Sonntag 10 - 18 Uhr. Eintrittspreise: 4 EUR, ermäßigt 3 EUR. Weitere Informationen unter: www.detectives-on-everest.de.

8848 Everest 360

Das Everest-Panorama im Gasometer Leipzig
Ebenfalls aus Anlaß des 50-jährigen Erstbesteigungsjubiläums wurde in Leipzig ein langgehegtes Projekt des in Berlin lebenden Künstlers und Architekten Yadegar Asisi realisiert. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein 360-Grad-Panorama, das den Betrachter in die Illusion versetzt, am Fuße des Everest-Gipfels, bekannt als Western Cwm oder Tal des Schweigens, zu stehen. Auf einem sieben Meter hohen Podest inmitten des Raumes eröffnet sich dem Besucher ein atemberaubender Ausblick auf die zerklüftete Bergwelt des Himalaya. Das 36 Meter hohe gekrümmte Rundbild läßt in Verbindung mit Ausstellungsstücken und Exponaten rund um das Bergsteigen die Faszination des höchsten Berges der Erde hautnah miterleben. Durch akustische Untermalung (Stimmen, Gesänge, Musik und Wettergeräusche) sowie eine fantastische Nachtansicht der Szenerie wird der Gesamteindruck des Bergmassivs so intensiviert, daß der Besucher vermeint, tatsächlich inmitten der Berge des Himalaya zu stehen.

Das Panoramabild wurde mit Hilfe digitaler Airbrush-Technik auf Stoffbahnen gedruckt, die dann zum Rundbild zusammengenäht und im Inneren des Gasometers aufgehängt wurden. Yadegar Asisi knüpft damit an die Tradition der 360-Grad-Gemälde des 19. Jahrhunderts an und hat ein Meisterwerk geschaffen, welches in Realitätsnähe und Eindruck unübertroffen ist.

Öffnungszeiten: Di-So 10-20 Uhr


Die Ausstellung befindet sich im Gasometer der Stadtwerke Leipzig, Richard-Lehmann-Str. 114 (04275 Leipzig)und ist geöffnet vom 24. Mai 2003 bis einschliesslich 31. März 2005 jeweils Dienstag bis Sonntag von 10.00 bis 20.00 Uhr (Montag geschlossen, jedoch an Feiertagen immer geöffnet). Eintrittspreise: 7 EUR, ermäßigt 5 EUR (für Gruppen 6 und 4 EUR). Weitere Informationen unter: www.8848everest.de.

Besteigungschronik des Mount Everest

Die ersten Besteigungsversuche

Bedingt durch die damalige Schließung des Königreichs Nepal für Ausländer näherte man sich während der ersten Besteigungsversuche dem Berg ausschließlich von Norden, von der tibetischen Seite her, ehe der erfolgversprechendere Zugang von Süden her möglich ist.

Nach einer Kundfahrt 1921, bei der durch Mallory, Bullock und Wheeler über den Rongbuk-Gletscher immerhin der 6990m hohe Nordsattel (Chang La) erreicht wird, startet 1922 der erste ernsthafte Besteigungsversuch. Mallory, Norton und Somervell gelangen bis in die für damalige Zeiten und die verfügbare Ausrüstung äußerst beachtliche Höhe von 8170m. Finch und Bruce schieben den Höhenrekord tags darauf unter Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff gar bis auf 8320m, bevor die Expedition abgebrochen werden muß, als 7 Sherpas in einer Lawine umkommen.

Expeditionsfoto aus den 20er Jahren 1924 sind die Briten zurück am Everest. Expeditionsleiter E.F. Norton erreicht ohne die Hilfe von künstlichem Sauerstoff die nie zuvor erreichte Höhe von 8580m - Weltrekord! George Mallory und Andrew Irvine brechen mit Sauerstoffgeräten auf in Richtung Gipfel. Auf 8600m Höhe werden sie zuletzt gesichtet - dann sind sie für immer verschollen. Die Frage, ob sie den Gipfel erreicht haben, wird wohl niemals mit 100%iger Gewißheit beantwortet werden können, auch wenn die meisten Indizien dagegen sprechen. Es bleibt jedoch eines der größten Rätsel der Alpingeschichte, wie weit die beiden Bergsteiger damals wirklich gelangten. Mit seinem Pioniergeist, der ungebremsten Abenteuerlust und der Beharrlichkeit seines Vorgehens wird Mallory nicht zuletzt auch durch die dramatischen Umstände seines Verschwindens zu einer der Ikonen des 8000er-Bergsteigens und ist bis heute das große Vorbild vieler Alpinisten.

Es dauert bis 1933, ehe die Briten nach diesem Rückschlag erneut eine Expedition zum Everest entsenden. Unter Expeditionsleitung von Hugh Ruttledge gelangt lediglich Smythe bis 8570m.

1934 gelingt das erste Mal ein Flug direkt über den Gipfel des Everest. Zwei Doppeldeckermaschinen mit speziell umgerüsteten Vergasermotoren überqueren den Everest und liefern wertvolle Fotos aus bisher ungesehener Perspektive.
Der verrückte Alleingänger Maurice Wilson erreicht im gleichen Jahr eine Höhe von lediglich 6600m, bevor er an Erschöpfung stirbt.

1935 gelangt eine Erkundungsexpedition unter Leitung von Eric Shipton lediglich bis in den Nordsattel (Chang La, 6990m) und auch die sechste britische Everest-Expedition 1936, die erneut unter Leitung von Hugh Ruttledge steht, kommt nicht weiter.

Die siebente britische Mount-Everest-Expedition 1938 erreicht mit Tilman und Lloyd immerhin wieder 8300m. Danach verhindert der 2. Weltkrieg jahrelang alle weiteren Versuche.

Erst 1947 setzt der Ansturm auf den "Dritten Pol" wieder ein: der Kanadier Denman kommt im Alleingang ebensoweit wie sein Vorgänger Wilson, schafft es aber wenigstens noch, rechtzeitig umzukehren.

1950 starten Houston und Tilman eine Erkundungsexpedition, die erstmals den Zugang von Süden aus in Augenschein nimmt. Durch die Öffnung Nepals steht dieser Weg nun offen und der Aufstieg über den Khumbugletscher scheint möglich, wenn auch im unteren Teil des zerrissenen Gletscherbruches extrem aufwendig.

1951 erkundet eine zweite britische Kleinexpedition unter Leitung von Eric Shipton erneut die Südseite und gelangt erstmals bis in den Gletscherkessel des Western Cwm.
Der Däne Klaus Becker-Larsen kommt im Alleingang von Norden immerhin bis knapp unter den Nordsattel.

1952 durchbrechen die Schweizer das britische Monopol und führen in der Vor- und Nachmonsunzeit gleich zwei Expeditionen auf der neuen Route von Süden aus durch. Die Schweizer erreichen als erste den 7980m hoch gelegenen Südsattel und Raymond Lambert kommt zusammen mit Tenzing Norgay auf dem Südostgrat sogar bis 8500m.
Im gleichen Jahr versucht sich eine russische Expedition unter Leitung von W.Kaschinski von Norden am Mount Everest - leider ebenfalls vergeblich.

Die Erstbesteigung am 29.Mai 1953

Mount Everest im Abendlicht 1953 erhalten die Briten wieder die begehrte Genehmigung und brechen mit einem Großaufgebot unter Leitung von John Hunt diesmal auch von Süden aus auf in Richtung Everest. Mit großem Materialaufwand und einer generalstabsmäßig durchgeplanten Startegie errichten die Briten 8 Hochlager. Vom letzten Lager aus erreichen Charles Evans und Tom Bourdillon unter Zuhilfenahme von künstlichem Sauerstoff am 26. Mai den 8760m hohen Südgipfel, müssen dann aber wegen defekten Sauerstoffgeräten umkehren.
Am 29.Mai 1953 ist es dann endlich soweit: Sherpa Tenzing Norgay und der neuseeländische Bienenzüchter Edmund Hillary stehen als erste Menschen auf dem höchsten Punkt unseres Planeten, 8848m hoch über dem Meeresspiegel. Für Tenzing ist es immerhin bereits die siebente (!) Everest-Expedition. Seine Erfahrung hat mit Sicherheit einen nicht unwesentlichen Anteil am Erfolg, der gerade noch rechtzeitig vor den Krönungsfeierlichkeiten der britischen Queen in London bekannt wird. Hillary wird für seine Leistung von der Queen geadelt und Tenzing bekommt einen Orden - die Wertung der ehemaligen Kolonialmacht entspricht dem Zeitgeist...
Mit der Besteigung ist jedoch der Bann gebrochen und in den folgenden 7 Jahren fallen bis auf den aus politischen Gründen unzugänglichen Shishapangma alle anderen 8000er...

Die nächsten Besteigungen

Die zweite und dritte Besteigung gelingt am 23. und 24.Mai 1956 den Schweizern Marmet und Schmide bzw. von Gunten und Reist über den Südostgrat. Im Rahmen der selben Expedition unter leitung von Albert Eggler gelingt auch die Erstbesteigung des etwas niedrigeren Everest-Nachbarn Lhotse.

Im November 1958 erkundet eine sowjetisch-chinesische Gemeinschaftsexpedition die Nordroute bis 6500m Höhe. Zwei Jahre später, 1960, vermelden die Chinesen den Gipfelerfolg am 25.05. durch Wang Fu-Tschau, Tschu Ying-Hua und Gonpa, doch diese Besteigung wird bis heute von westlichen Experten angezweifelt.
Ebenfalls im Mai 1960 gelangt eine indische Expedition auf der Südroute bis auf 8600m

1962 gelangt die zweite indische Expedition unter Leitung von Jobga Dias auf der Südroute bis 8720m, muß dann aber wegen Sauerstoffmangels aufgeben.
Im gleichen Jahr überschreitet der US-amerikanische Präsidenten-Neffe W.W.Sayre illegal die nepalesisch-tibetische Grenze und unternimmt einen nicht genehmigten Versuch auf der Nordroute, der bis 7600m führt. Der Vorfall trägt maßgeblich zur Verhängung der späteren Expeditionssperre durch die nepalesische regierung bei

1963 ist eine große US-amerikanische Expedition unter Norman G. Dyhrenfurth am Everest unterwegs. Dyhrenfurth selbst steigt dabei mit der Filmkamera bis 8600m, um die Besteigung in bewegten Bildern festzuhalten. Am 1.Mai gelangen Whittaker und Nawang Gombu, am 22.Mai Jerstad und Barry Bishop über den Südgrat zum Gipfel und sichern sich die 5. und 6. Besteigung. Thomas Hornbein und William Unseold erreichen den Gipfel ebenfalls am 22.Mai über den Westgrat und steigen zum Südsattel ab. Damit gelingt zugleich die erste Überschreitung des Mount Everest.

1965 erringt die dritte indisch-mepalesische Großexpedition (63 Teilnehmer!) unter Leitung vom M.S. Kohli ebenfalls einen großen Erfolg. Am 20.Mai erreichen Cheema und Nawang Gombu den Gipfel, am 22.Mai Sonam Gyantso und Wangyal, am 24.Mai Vohra und Pasang Kami und am 29. Rawath, Phu Dorje und Alhuwalia. Mit Nawang Gombu steht erstmals ein Mensch zum zweiten Mal auf dem höchsten Punkt unseres Planeten - eine Leistung, die 30 Jahre später zur Normalität werden wird.

1966 und 1968 gibt es zwei erfolglose chinesische Versuche auf der Nordroute.

1969 sind gleich drei japanische Expeditionan am Everest unterwegs. Zwei Versuche (Vormonsun/Nachmonsun) auf direkter Linie in der Südwestwand bringen es immerhin bis auf 8050m. Der Ski-Star Miura fährt aus 7000m Höhe ins Westbecken ab.

1970 sind erneut die Japaner am Everest. Unter Leitung von H.Othsuka gelingt zwei Seilschaften der Aufstieg zum Gipfel: Matsuura und Uemuura am 11. sowie Hirabayashi Sherpa Choture und 12.Mai. Ski-Star Miura fährt von unterhalb des Südsattels über 3 Kilometer ins Westbecken ab. Erneut sind jedoch auch Todesopfer zu beklagen: 8 Sherpas sterben beim Lageraufbau im Eisbruch und auch ein japanischer Bergsteiger kommt ums Leben. Die Japanerin Setsuko Watanabe stellt mit dem Erreichen von 8000m Höhe einen neuen Frauenhöhenrekord auf.

Im Frühjahr 1971 leitet Norman G. Dyhrenfurth eine internationale Expedition, die sich die direkte Durchsteigung der Südwestwand zum Ziel gesetzt hat. Don Whillans und Dougal Haston erreichen eine Höhe von 8350m, während bei einem Versuch am Westgrat der Inder Harash Bahugana ums Leben kommt.
In der Nachmonsunsaison scheitert eine argentinische Expedition unter Leitung von Tolosa und Comensana auf der Südroute auf etwa 8300m.

In der Vormonsunsaison 1972 erreichen im Rahmen der "Ersten Europäischen Mount-Everest-Expedition" unter Leitung Karl-Maria Herligkoffers der Deutsche Felix Kuen und der Österreicher Huber in der Südwestwand die gleiche Höhe wie im Jahr zuvor Whillans und Haston.
Im Herbst des gleichen Jahres probieren sich die Briten unter Chris Bonington und James Roberts an der Südwestwand, doch auch diese Expedition bleibt erfolglos

1973 finanziert der italienische Millionär Guido Monzino mit dem gigantischen Aufwand von 10 Millionen Mark eine Großexpedition, bei der über die Normalroute am 5. und 7.Mai sieben Bergsteiger und Sherpas den Gipfel erreichen.
In der Nachmonsuonsaison versucht sich ein japanische sTeam unter S.Misuno erneut an der Südwestwand-Direttissima, weicht aber dann auf die Normalroute aus. Am 28.10. gelingt Ishiguro und Kato die erste erfolgreiche Gipfelbesteigung in der Nachmonsunsaison.

In der Vormonsunzeit 1974 scheitert eine spanische Expedition, während in der Nachmosnunzeit eine französische Bergführerexpedition an der Südwestwand-Direttissima tragisch endet: Gerard Devouassoux und fünf Sherpas kommen in einer Lawine ums Leben.

1975 wird zum Jahr der Erfolge: mit der Japanerin Junko Tabei am 16.Mai sowie der Tibeterin Tsung Chen Phantog nur 11 Tage später gelingen im Frühjahr die ersten beiden Frauenbesteigungen. Außerdem gelangen 8 Chinesen und Tibeter sowie der Sherpa Ang Tsering auf den Gipfel.
In der Nachmonsun-Saison gelingt den Briten Dougal Haston und Doug Scott endlich die Durchsteigung der lange umkämpften Südwestwand. Über den Südgipfel erreichen sie den höchsten Punkt, zwei Tage später gefolgt von Peter Boardman und Par Temba Sherpa über den Normalweg. Mike Burke verschwindet spurlos, nachdem er kurz unterhalb des Gipfels zum letzten Mal gesehen wurde.

1976 gelingt am 8.Oktober die 22. Besteigung durch die beiden US-Amerikaner Bob Cormack und Christoph Chandler.

In der Vormonsunzeit 1977 gelangt ein neuseeländischer Versuch ohne die Hilfe der bisher an jedem Erfolg beteiligten Sherpas lediglich bis auf den Südsattel.
Im Herbst gelangt im Rahmen einer aufwendigen südkoreanischen Mammutexpedition Sang Don Ko gemeinsam mit Pemba Norbu Sherpa über die Normalroute auf den Gipfel.

Die Ära der "sauerstofflosen" Besteigungen

Im Jahr des 25. Erstbesteigungsjubiläums, ganz genau am 8.Mai 1978 beginnt mit der ersten Besteigung ohne künstlichen Sauerstoff durch Reinhold Messner und Peter Habeler eine neue Ära der Besteigungsgeschichte. Im rahmen der österreichischen Expedition unter Leitung von Wolfgang Nairz gelangen außerdem sieben weitere Teilnehmer am 3., 11. und 14.Mai auf den Gipfel. Zwar hatten auch Messner und Habeler bei der Präparierung der Route und Einrichtung der Hochlager auf die Teamarbeit und Hilfe bezahlter Sherpas zurückgegriffen, doch erfolgte ihr Gipfelaufstieg autark und ohne weitere Unterstützung, so daß damit die erste Besteigung de facto "by fair means" gelungen ist.
Im gleichen Jahr erreichen auch in der Nachmonsunsaison zahlreiche weitere Bergsteiger den Gipfel. Im Rahmen von herrligkoffers internationaler Expedition und der von Pierre Mazeaud geleiteten französischen Mannschaft stehen unter anderem eine ganze Reihe namhafter Alpinisten auf dem höchsten Punkt der Erde, z.B. Jean Afanassieff, Nicolas Jaeger, Wanda Rutkiewicz (als dritte Frau), Siegfried Hupfauer und Kurt Diemberger. Herausragend ist jedoch die Leistung eines unbekannten bayrischen Zimmermanns: Hans Engl steht ebenso wie die Sherpas Ang Dorje und Mingma Dorje ohne zusätzlichen Sauserstoff auf dem Gipfel.
Insgesamt erreichen 27 Bergsteiger allein 1978 den Gipfel des Mount Everest - mehr als in den ersten 20 Jahren seit der Erstbesteigung zusammengenommen.

In den Folgejahren nehmen die Aufstiege mit zusätzlichem Sauerstoff über die Normalroute immer mehr zu und werden damit zur Normalität. Immer mehr setzt sich jedoch die Ansicht durch, daß nur eine Besteigung "by fair means", also ohne künstlichen Sauserstoff und möglichst auch ohne eingekaufte Sherpa-Unterstützung wirklich etwas zählt. Herausragende Leistungen sind natürlich unabhängig davon die Erschließung neuer Aufstiegsrouten, von denen es noch einige gibt:

1979 gelingt einem starken jugoslawischen Team unter Tone Skarja die erste Begehung des langen und schwierigen Westgrates. Andrej Stremfelj und Nejc Zaplotnik sowie zwei Tage später Stane Belak, Stipe Bozic und Ang Phu Sherpa erreichen den Gipfel.
Einer deutschen Expedition gelingt der erste Gipfelerfolg eines Ehepaars, wobei Hannelore Schmatz, die Frau des Expeditionsleiters Dr.Gerhard Schmatz, beim Abstieg an Erschöpfung stirbt.

Im Februar 1980 gelingt Krzystof Wielicki und Leszek Cichy unter Leitung von Andrzej Zawada die erste Winterbesteigung des Moun Everest. Jerzy Kukuczka und Andrzej Czok gelingt im darauffolgenden Frühjahr die erste Durchsteigung des Südpfeilers.
Den Japanern Takashi Ozaki und Tsuneo Shigehiro gelingt eine neue Route auf der Nordseite durch das Hornbein-Couloir.
Am 20.August, eigentlich noch mitten in der Monsunzeit, gelingt Reinhold Messner der erste wirkliche Alleingang im alpinen Stil und ohne vorbereitete Hochlager. Am 20.8. erreicht er über die klassische Nordroute in völliger Einsamkeit den höchsten Punkt - die vielleicht herausragendste Leistung bis dato und für lange Zeit überhaupt.

In den 80er Jahren steigt die Zahl der Gipfelbezwinger kontinuierlich an. 1982 erreichen 18 Bergsteiger den Gipfel, im Jahr darauf sind es 23 und 1985 schon 30 Gipfelbezwinger. Nach zwei "mageren Jahren" bringt 1988 einen neuen Rekord: 50 Bergsteiger erreichen in einem einzigen Jahr den höchsten Gipfel der Erde, die meisten davon natürlich nach wie vor über die beiden Normalrouten von Süden und Norden.
Natürlich werden auch weitere neue Routen erschlossen: 1983 gelingt die erste Durchsteigung der steilen Ostwand durch zwei amerikanische Teams, Bulgaren überschreiten 1984 den kompletten Westgrat mit Abstieg auf der klassischen Südroute. Die "großen" klassischen Probleme gehen damit langsam aus und in den kommenden Jahren wird der Mount Everest immer mehr zur Spielwiese der "Normalweg-Begeher"...

Das "moderne" Everest-Bergsteigen

Mit Beginn der 90er Jahre ändert sich plötzlich ziemlich rasch die Zusammensetzung der Mount-Everest-Expeditionen. Waren es früher die besten Bergsteiger eines Landes, die zu einer nationalen oder internationalen Expedition eingeladen wurden, so werden nun die allermeisten Expeditionen von kommerziellen Veranstaltern organisiert. Einige wenige Spitzenklasse-Bergsteiger geben so im Rahmen Ihrer dritten, vierten oder fünften Everest-Besteigung anderen weit weniger erfahrenen Alpinisten die Möglichkeit, gemeinsam mit ihnen zum Gipfel zu gelangen. Schnell entwickelt sich ein richtiger Wettstreit um die (nicht zu knapp) zahlende "Kundschaft" und spätestens ab Mitte der Neunziger Jahre ist der Everest fest in der Hand von Expeditionsveranstaltern wie Rob Halls "Adventure Consultants", Scott Fishers "Mountain Madness" und vielen anderen. Die Besteigungszahlen explodieren. Im Rekordjahr 1994 erreichen sage und schreibe 129 Menschen den Gipfel des Everest. Und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht! 1996 kommt es zur größten und inzwischen berühmtesten Katastrophe im modernen Himalaya-Bergsteigen. 15 Bergsteiger kommen am Mount Everest ums Leben, die Hälfte von ihnen in einer einzigen Nacht an der völlig überfrequentierten Südroute. Die beiden schillerndsten Protagonisten des bezahlten Everest-Abenteuers, Rob Hall und Scott Fisher, gehören zu den Toten...
Die mediale Aufarbeitung der Katastrophe kommt erst viel später durch das Buch "In eisigen Höhen" des US-amerikanischen Bergsteigers und Journalisten Jon Krakauer ins Rollen. Im Schatten des beispiellosen Erfolgs des weltweiten Bestsellers erscheinen dutzende weiterer Bücher, die das Bergunglück zum Thema haben.
All das tut der fortschreitenden Vermarktung des höchsten Berges der Erde keinen Abbruch - ganz im Gegenteil: jetzt geht es erst richtig los! Die Zahl der meist nur wenig erfahrenen Bergsteiger, die sich vor allem an der einfachsten Normalroute von Süden her am Everest versuchen, geht Jahr für Jahr in die Hunderte. Vorläufiger Höhepunkt sind 182 Gipfelbesteigungen allein 2001 bzw. 88 Gipfelbesteiger an einem einzigen Tag!!!
Inzwischen wird von professionell organisierten Sherpa-Trupps die Fixseiltrasse aufgebaut und instandgehalten - die "Wegegebühr" für diesen Service beträgt pro Kopf satte 500 US$. Mit abenteuerlichem Bergsteigen hat das alles natürlich längst nichts mehr zu tun - das Abenteuer ist ins Exil gegangen und die alpinistischen Glanztaten unserer Zeit spielen sich mittlerweile längst ganz woanders ab...

Sachsen am Mount Everest und anderen 8000ern

Nach dem Fall der Mauer und der neu gewonnenen Reisefreiheit entdecken auch die Bergsteiger aus dem Osten Deutschlands den Himalaya für sich. Allen voran natürlich die Sachsen, die bereits früher mit Fritz Wiessner, Felix Simon und Peter Diener Teilnehmer an 8000er-Expeditionen stellten.

Bereits 1990, noch vor der offiziellen Wiedervereinigung Deutschlands, unternehmen Reinhardt Tauchnitz und Karsten König einen (illegalen) Versuch am kleinsten 8000er, der in Tibet gelegenen Shishapangma. Immerhin gelingt nach Aussage der beiden Leipziger die Besteigung des knapp 8000m hohen Vorgipfels.

Zwei Jahre später hat die erste offizielle sächsische 8000er-Expedition, die vom Alpinclub Sachsen veranstaltet wird, den Nanga Parbat zum Ziel, muß aber im Juli 1993 auf 6800m Höhe aufgeben.

1994 stehen dann Lutz Protze und Thomas Türpe als erste Sachsen im Rahmen einer kommerziell organisierten Cho-Oyu-Expedition am 4. Mai auf dem Gipfel eines 8000ers, des mit 8201m sechsthöchsten Berges der Erde.
Im gleichen Jahr erreichen Götz Wiegand, Uwe Fretter, Frank Gräfe und Heiko Züllchner als nun schon zweites sächsisches Team den Vorgipfel des Shishapangma

Den Alpinclub-Mitgliedern Jörg Leupold, Jörg Ehrlich und Markus Walter gelingt im darauffolgenden Sommer im Rahmen eines 5-Mann-Teams unter Leitung von Christian Walter am 13.August 1995 die Besteigung des 8047m hohen Broad Peak im Karakorum - der erste 8000er-Erfolg einer rein sächsischen Expedition!

Nach diesen Erfahrungen an "kleineren" 8000ern geht es 1996 erstmals zum höchsten Gipfel der Erde. Die "1. Sächsische Mount-Everest-Expedition" erreicht über die Nordroute ohne künstlichen Sauerstoff und ohne Unterstützung durch Sherpas oder Hochträger beachtliche 8500m. Expeditionsleiter Götz Wiegand sagt anschließend in Interviews: "Nie wieder...!"

Bereits im Jahr darauf bricht jedoch erneut eine Sächsische Expedition mit Götz Wiegand in Richtung Mount Everest auf. Die vom Alpinclub Sachsen organisierte "Sächsische Himalaya-Trilogie 1997" unter Leitung von Markus Walter hat gleich drei 8000er zum Ziel: in zwei Gruppen wollen die 13 Mitglieder die beiden "kleineren" 8000er Cho Oyu und Shisha Pangma besteigen, bevor es anschließend mit vereinten Kräften zum Mount Everest geht. Die extrem teuren Gipfelgenehmigungen (Permits) wollen sich die Sachsen mit anderen deutschen Expeditionen teilen. Durch Insolvenz des Heidelberger Expeditionsreiseveranstalters IMC und die Machenschaften des Inhabers Hans Eitel geht jedoch das gesamte für die drei Gipfelgenehmigungen eingezahlte Geld (immerhin 92.000 DM) verloren und die Bergsteiger sitzen 10 Tage lang in Kathmandu fest. Mit größten Anstrengungen gelingt es, in Rekordzeit eine komplett neue Logistik auf die Beine zu stellen und 10 der 13 Teilnehmer fahren mit zehntägiger Verspätung gemeinsam zum Cho Oyu, während Thomas Knoof, Thomas Türpe und Ray Hartung sofort nach Deutschland zurückkehren, um rechtliche Schritte gegen IMC und Hans Eitel einzuleiten. Nur 17 Tage nach Erreichen des Basislagers stehen Markus Walter, Götz Wiegand und Jörg Leupold am 6.Mai 1997 auf dem Gipfelplateau des 8201m hohen Cho Oyu. Für Jörg und Markus ist es bereits der zweite 8000er, für Götz nach dem Erfolg am Shishapangma-Vorgipfel der erste der vierzehn 8000er.

1998 unternimmt ein sächsisches Team - diesmal wieder unter Leitung von Götz Wiegand - nun schon den dritten Versuch am Mount Everest. Die Expedition "MakEv '98" hat mit dem Makalu und dem Mount Everest gleich zwei der höchsten Gipfel der Erde zum Ziel. Ergiebige Schneefälle und ein katastrophaler Rückzug am Makalu mit schweren Erfrierungen bei einigen Teilnehmern lassen einen ernsthaften Versuch am Everest von vornherein aufgeben.

1999 veranstaltet der Alpinclub Sachsen erneut eine 8000er-Expedition in den Himalaya. Ziel des 9-Mann-Teams ist der 8163m hohe Manaslu. Bei phantastischem Wetter erreichen in drei Gruppen Götz Wiegand und Jörg Stingl (29.04.), Markus Walter und Volker Tiller (02.05.) sowie Dieter Rülker und Reinhard Mittag (05.04.) den Gipfel des Manaslu über die Normalroute von Nordosten her. Jörg Ehrlich und Markus Walter gelangen auf Ski bis 5900m, doch der Traum von einer vollständigen Skiabfahrt vom Gipfelplateau aus scheitert an Blankeis und wenig Schnee.
Im Rahmen einer Leipziger Expedition stehen Winfried Kraus, Olaf Rieck und Thomas Türpe (letzterer nun schon zum zweiten Mal!) auf dem 8201m hohen Gipfel des Cho Oyu.

Im Frühjahr 2000 ist ein Team um Götz Wiegand erneut am 8463m hohen Makalu unterwegs. Anfänglich behindert schlechtes Wetter das Vorankommen und einen Gipfelerfolg am vorab geplanten Baruntse, doch schließlich setzen die Sachsen nach deutlicher Wetterbesserung alles auf eine Karte und erreichen an einem der im Himalaya ganz seltenen windstillen Tage den Gipfel des 8463m hohen Makalu. Nach siebzehnstündigem Aufstieg stehen am 15.Mai um 18.00 Uhr Olaf Zill, Götz Wiegand, Frank Meutzner, Thomas Türpe und Bernd Mehnert auf dem höchsten Punkt - eigentlich viel zu spät für einen 8000er-Gipfel, denn "der Berg gehört Dir erst, wenn Du wieder unten bist - vorher gehörst Du ihm". So muß die Expedition für den hart erkämpften Gipfelerfolg denn auch einen teuren Tribut zahlen: Beim Abstieg stirbt Bernd Mehnert infolge Erschöpfung und Dehydratation vermutlich an einer Lungenembolie.

2001 sind gleich vier 8000er-Expeditionen mit sächsischer Beteiligung unterwegs. Im Rahmen einer kommerziell organisierten Unternehmung gelingt dem Vogtländer Jürgen Hadel am 14.Mai die Besteigung des 8201m hohen Cho Oyu.
Der Dresdner Karsten Kügler bleibt zusammen mit Brandenburger Kameraden am Shishjapangma leider erfolglos, während bei der Karakorum-Expedition des Alpinclub Sachsen dem Leipziger Olaf Rieck sowie Markus und Christian Walter die Besteigung des 8035m hohen Gasherbrum II gelingt.
Den größten Erfolg feiert jedoch die sächsische Mount-Everest-Expedition, bei der Jörg Stingl allein den 8848m hohen Gipfel des Mount Everest erreicht. Damit hat nach vielen vergeblichen Versuchen endlich ein Sachse den höchsten Berg unseres Planeten bestiegen. Und wie bereits knapp 50 Jahre früher ein berühmter Bergsteiger treffend anmerkte, ist dies wohl Erfolg und Erlösung zugleich, denn "nun konnte man sich endlich wieder dem richtigen Bergsteigen zuwenden..."

Um die Geschichte sächsischer 8000er-Besteigungen und -Versuche zu vervollständigen, sei erwähnt, daß sich im Sommer 2002 die beiden Dresdner Thomas Türpe und Elisabeth Eulerich vergeblich am 8047m hohen Broad Peak versuchen. Die Expedition scheitert wie alle anderen Karakorum-Expeditionen an den 8000ern in diesem Jahr am extremen Schlechtwetter.
Als kleine "Entschädigung" besteigt Thomas Türpe im Herbst zum dritten Mal den Gipfel des Cho Oyu, diesmal im Rahmen eines Fernsehteams, das eine kommerzielle Expedition begleitet. Die ebenfalls zur gleichen Expedition gehörende Dresdnerin Angela Hampel muß unterhalb des Gipfels umkehren.

Das Frühjahr 2003 bringt Erfolge und Niederlagen zugleich: sechs Sachsen versuchen sich in zwei voneinander unabhängigen Expeditionen am 8167m hohen Dhaulagiri. Lediglich der jetzt in Basel wohnende Olaf Zill erreicht jedoch zusammen mit Bergsteigern anderer Expeditionen den Gipfel.
Der aus Frankenberg stammende Günter Welkisch, der den Cho Oyu im Rahmen einer kommerziellen Expedition versucht hat, verunglückt tödlich.

Interessante Zahlen & Fakten über den Mount Everest

Eine vollständige Besteigungschronik des Mount Everest sowie zahlreiche interessante Tabellen und Statistiken zum höchsten Berg der Erde stammen aus den Recherchen von Eberhard Jurgalski und sind unter www.8000ers.com veröffentlicht.

Stets aktuelle Meldungen, Berichte, Fotos, und eine Vielzahl von Informationen findet man auf der wohl besten und vollständigsten Internetseite zum Thema Mount Everest: www.mounteverest.net.






Für Interessenten an weiterer Literatur haben wir hier einige Vorschläge aktuell lieferbarer Titel zusammengestellt.

Durch die Partnerschaft zwischen dem Alpinclub Sachsen und dem Internetbuchversender Amazon können Sie diese vom Alpinclub empfohlenen Bücher sofort bei Amazon bestellen. Ab 20 EUR versandkostenfrei. Klicken Sie einfach auf die entsprechenden Titel.



Das wohl zur Zeit umfassendste Werk über den Mt. Everest von Jochen Hemmleb, Teilnehmer der Mallory-Irvine Suchexpedition.

Jochen Hemmleb
Everest. Göttinmutter der Erde
2002



Film (DVD) von der Erstbesteigung 1953


Die Bezwingung des Mount Everest
1953/1999



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