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Expedition Batura Muztagh 2002
Chronik
26.07.2002
Ankunft in Rawalpindi / Grusspostkartenaktion
Gegen 5 Uhr morgens bog unser Bus in die Einfahrt unseres Hotels in
Rawalpindi ein und damit hatte die scheinbar ewig dauernde Fahrerei ueber
den Karakorum Highway endlich ein Ende. Erschoepft luden wir das Gepaeck
ab und verkrochen uns sofort in unsere Zimmer, um wenigstens noch 2-3
Stunden schuettelfreien Schlaf zu haben.
Nach dem Fruehstueck 9 Uhr
fuehrte der erste Weg zur GPO, der General Post Office von Rawalpindi, wo
uns die Angestellten sofort wiedererkannten. Hier kauften wir noch einmal
990 Briefmarken und verbrachten dann grosse Teile des Tages damit, die
restlichen der im Basislager bereits geschriebenen bzw. unterschriebenen
und adressierten Karten zu frankieren.
Nebenbei wurden kleinere Einkaeufe
erledigt und wir genossen die Vorzuege einer zivilisierten Gegend, in der
Eis nicht nur in Form von Gletschern und Seracs vorkommt, sondern auch mal
als Magnum oder Cornetto aus der naechststehenden Kuehltruhe. Fuer den
Abend hatte uns unser Verbindungsoffizir Major Ghul Ijaz zu einer
Besichtigung der beruehmten Faisal-Moschee in Islamabad eingeladen.
Gemeinsam mit ihm, seinem Bruder und zwei seiner Freunde besichtigten wir
das monumentale Bauwerk, dass in den 80er Jahren als Geschenk der
Vereinigten Arabischen Emirate an Pakistan am Stadtrand von Islamabad
errichtet wurde.
Anschliessend wurden wir von Major Ghul noch alle
zusammen zum ueppigen Abendessen eingeladen und er tat ganz geheimnisvoll.
Im Restaurant, einem sogenannten Sajji House, in dem es
Fleischspezialitaeten nach traditioneller Art Beluchistans gibt,
praesentierte er dann stolz seine Ueberraschung: als Abschiedsgeschenk
ueberreichte er jedem von uns ein 40cm langes und fast 3 kg schweres
Ziermesser mit Messerstaender aus edlem Holz und einer gravierten Platte,
auf der die Namen aller Expeditionsteilnehmer zu lesen sind.
Wir waren natuerlich riesig ueberrascht und erfreut ueber so viel Grosszuegigkeit,
denn dieses Praesent hatte sich der gute Major Ghul sicher einiges kosten
lassen. Fuer uns bedeutete es zunaechst jedoch erstmal insgesamt ueber
20kg Mehrgepaeck auf dem Flug und ein jeder ueberlegte schon, wie er
diesen edlen Staubfaenger zu Hause am besten unterbringt...
Bis
Mitternacht saßen wir schliesslich zusammen im Restaurant und feierten
Abschied von unserem guten Major Ghul, der, wenn man es genau betrachtet,
von allen Verbindungsoffizieren, die uns in Nepal oder Pakistan jemals
begleitet haben, mit Sicherheit einer der besten und nettesten ist.
So
haben wir auch keine Angst vor dem offiziellen Debriefing, welches wir als
letzte Huerde vor der Abreise aus Pakistan morgen vormittag noch hinter
uns bringen muessen...
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