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Expedition Batura Muztagh 2002
Chronik
20.07.2002
Sportklettern auf über 4000m Höhe
Nach dem gestrigen großen Pack- und Reparaturtag im Basislager
sollte der heutige Tag wieder für bergsteigerische Aktionen genutzt werden.
Dazu hatten wir uns in 2 Gruppen eingeteilt, die verschiedene Ziele
verfolgten. Während Thomas, Christian und Markus das nahegelegene Toltar-Tal erkunden wollten und mit der Erstbesteigung eines kleineren Gipfels liebäugelten, hatten Dirk, Jan und Tilo die steilen Felswände und -Türme oberhalb des Basislagers ins Auge gefaßt. Auf einen der kühnen Granittürme wollten sie steigen und eine möglichst schöne Route durch den festen Fels finden, um all die mitgenommenen Kletterschuhe, Haken, Klemmkeile etc. endlich mal zum Einsatz zu bringen. Gegen 10 Uhr verließen sie mit ihren Kletterrucksäcken das Basislager, nachdem sie zuvor das Fernrohr für die zurückbleibenden Günter, Jehangir und Dildar auf die für die Route geplante Felspartie eingestellt hatten.
Schon bald erreichten sie den Wandfuß und begannen mit der recht abenteuerlichen Kletterei im kompakten Granit. 3 Seillängen mit insgesamt ziemlich genau 150m Kletterstrecke wurden es schliesslich, ehe sie den Gipfel des kühnen Turmes erreichten. Mit IV, VI- und VII- blieben die Schwierigkeiten zwar noch im moderaten Bereich, doch die kühne Absicherung der Route und insbesondere die luftige Ausstiegsseillänge hatten es in sich. Nach etwa 3stündiger Kletterei war der Gipfel erreicht, der in Absprache mit den Einheimischen später auf Phalwan Chhish getauft wurde, etwa 4200m hoch ist und neben phantastischer Granitkletterei auch eine schöne Aussicht über den Baltargletscher bietet. Abseilend ging es schliesslich wieder hinunter ins Basislager, wo die drei Kletterer am Nachmittag wieder eintrafen und den Beifall unseres Küchenteams entgegennahm, die den Aufstieg die ganze Zeit durchs Fernrohr beobachtet hatten.
Zur gleichen Zeit, als sich Jan, Tilo und Dirk hoch oben über dem Basislager im festen Granit austobten, brachen Thomas, Christian und Markus schwerbeladen auf in Richtung Baltar-Alm, wo sie etwa zweieinhalb Stunden nach Abmarsch aus dem Basislager eintrafen. Hier wendeten sie sich wieder aufwärts, und zwar in das Seitetal des zerrissenen Toltargletschers hinein, dem sie bis in eine Höhe von 3850m folgten. Dort errichteten sie am Abend inmitten grüner Wiesen und Büsche an einem glasklaren, idyllischen Bach ihr Zelt und wollten am nächsten Tag von da aus einen Vorstoß noch tiefer in das Tal hinein bzw. vor allem höher an den begrenzenden Bergen hinauf starten...
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